HEILIGER MASAI-BERG LONGIDO

Mit 2637 Metern ist dieser Berg der Außenseiter, das Stiefkind unter den Bergen Tansanias. Was den Höhenmeter angeht, ist er zwar nicht der beeindruckendste Berg im Vergleich zum Mount Meru oder dem Kilimandscharo, aber was das Bergsteigen abseits der ausgetretenen Pfade angeht, macht der Longido einiges her. Möchtest du zwei Tage lang auf einen Berg wandern, der dir allein zu gehören scheint? Dann komm hierher!  

Mount Longido: Mächtiger Berg inmitten des Masai-Landes

Immer wenn Charlie von Kenia nach Tansania reiste (was regelmäßig vorkam), sah er auf der linken Seite einen schönen, grünen Berg, an dessen Fuß eine kleine Stadt lag. Bei Google waren nur sehr wenige Informationen über diesen Berg zu finden, und Google Satellite zeigte kaum mehr als einen grünen Punkt in einer orange-braunen Savanne. Masai-Freunde aus Kenia kannten diesen Berg jedoch und wussten ihm zu berichten, dass im Dschungel dieses Berges Elefanten und Büffel aus dem Amboseli-Nationalpark zu finden sind. Seine Masai-Freunde betrachten den Berg als heilig. Und wenn du ihn in seiner ganzen Pracht erstrahlen siehst, mit einem herrlichen tansanischen Sonnenuntergang im Hintergrund, kannst du verstehen, warum. Aber bevor man einem Gast eine so beeindruckende Wanderung empfehlen kann, muss man sie erst selbst erleben. So gesagt, so getan. Herausforderung angenommen!

Zunächst einige Hintergrundinformationen

Der Berg Longido liegt nahe der gleichnamigen Stadt, in der etwa 10.000 Menschen leben. Mit anderen Worten: relativ klein. In diesem Teil Tansanias leben mehrere ethnische Gruppen, aber die Mehrheit der Bevölkerung sind – wie in Longido – Masai. Und das ist leicht zu erkennen, wenn du dich durch die Stadt bewegst, fast ständig umgeben von Männern und Frauen in farbenfroher Masai-Kleidung!

Klein und gesellig, aber voller Leben, liegt Longido im Herzen des Masai-Landes. Es ist daher sehr empfehlenswert, Longido selbst einen (Blitz-)Besuch abzustatten, je nachdem, wie viel Zeit du hast. Trink ein kaltes Tusker-Bier in einer lokalen Bar oder kauf ein leckeres Chipsi Mayai (Omelett mit Pommes) oder Samosas am Wegesrand! An Straßenessen besteht hier kein Mangel.

Wassermangel

Der Berg Longido ist für die Menschen in den umliegenden Gebieten von großer Bedeutung, nicht zuletzt, weil sie ihr Trinkwasser von hier beziehen. Im Norden Tansanias herrscht fast immer Wassermangel; das Wasser, das vom Mount Longido kommt, wird daher auf strenge Weise verteilt. Zuallererst bekommt das Vieh – die Kühe, Ziegen und Schafe – zu trinken. “Das ist seltsam”, wirst du vielleicht denken, aber Rinder sind für die Masai lebenswichtig: ohne ihre Tiere können sie nicht überleben. Nach dem Vieh kommt das nahegelegene Krankenhaus, gefolgt von Menschen mit Regierungsfunktionen und erst dann kommen die ‘normalen’ Dorfbewohner dran.

Die kleine Schwester des Kilimandscharo

Zurück zum Berg Longido! An schönen Aussichten mangelt es hier nicht, du triffst unterwegs kaum jemanden (auch wenn der nahe gelegene Kili inzwischen ziemlich überlaufen ist) und du kannst es auch etwas ruhiger angehen lassen, als wenn du dich für die Besteigung des Kilimanjaro entscheidest. Der Schein trügt übrigens, denn Wanderungen  auf den Longido sind viel anstrengender, als du auf den ersten Blick denkest! Es gibt einige Abschnitte, auf denen es ziemlich steil nach oben geht. Aber die Aussichten entschädigen für vieles – wie wir während unserer Wanderung feststellten.

All diese verschiedenen Ökosysteme

Eine weitere Besonderheit des Mount Longido: Auf einem relativ kleinen Berg durchquerst du auf einer Wanderung viele verschiedene Vegetationszonen. Am Fuße des Berges befindest du dich immer noch in ziemlich trockenem Gebiet, aber das verändert sich bald in eine bewaldete Umgebung. Oder wie Charlie während unserer Wanderung in poetischer Stimmung bemerkte: “Märchenwälder, in denen das Sonnenlicht durch die Blätter schimmert.” Also ein wirklich schöner Wald.

Auf das bewaldete Gebiet folgt ein Gebiet, das ebenfalls grün ist, aber eher an Regenwald erinnert. Zwei verschiedene Waldtypen auf relativ kleinem Raum, das ist ziemlich selten! Es kommt einem vor, als ob man wieder in einer völlig anderen Welt ist als in der Zone davor. Nachdem du dich durch das regenwaldähnlichen Gebiet gearbeitet hast, erreichest du die letzte Zone, direkt oberhalb der Waldgrenze: ein felsiges Terrain mit den allerbesten Aussichten über die Savanne.

Von hier aus kannst du die Enduimet Conservancy sehen (wir empfehlen besonders, Mount Longido mit diesem Naturschutzgebiet zu kombinieren). Die Namanaga Border Crossing – der Grenzeübergang zwischen Kenia und Tansania – ist deutlich zu sehen, und vergiss nicht Mount Meru! Wenn du Glück hast und es ein wirklich klarer Tag ist, kannst du auch den Kilimandscharo und den Natron-See sehen.

Routen Berg Longido: das ultimative Gefühl des Triumphes

Und wenn du dann endlich den Gipfel erreicht hast, dich inzwischen mit Mitbesteigern verbrüdert hast und auf dem Gipfel dieses mächtigen Masai-Bergs stehst, überkommt dich ein ultimatives Gefühl des Triumpfes. Schau nach unten! Das hast du super gemacht.

Zwei verschiedene Routen

Wenn du, wie wir, beschließt Mt. Longido zu besteigen, dann hast du die Wahl zwischen zwei Routen.

Option 1: Steig an einem Tag auf und ab, wofür du insgesamt etwa sechs Stunden benötigst, wenn du in normalem Tempo gehst/kletterst.

Bei Option 2, die wir sofort empfehlen, klettern du zwei Tage lang über den Rücken den Berg hinauf und hinunter. Am ersten Tag zeltest du irgendwo auf halber Höhe des Berges mit phänomenaler Aussicht. Am zweiten Tag erreichst du den Gipfel, steigst auf der anderen Seite des Berges wieder hinunter und landest in Longido Town.

Aber mal ganz unter uns: Die Aussicht hier ist einfach zu schön, um sie nicht zwei Tage lang genießen zu wollen. Außerdem zeltest du mit einem Masai auf einem Berg, den kein Tourist besteigt – das ist echt abseits der ausgetretenen Pfade!

Der Beginn deiner Wanderung

Du beginnst diese Wanderung gleich außerhalb der Stadt Longido. Auf den typischen, staubigen, orange-roten Wegen gehst du in Richtung Berg. Am schönsten ist die Wanderung nach der Regenzeit (Juni, Juli und August): Die Umgebung ist grün und die herrlichen Blumen lassen den Anblick noch schöner werden! Am ersten Tag wanderst du etwa drei bis vier Stunden. Wenn deine Beine immer schwerer zu werden scheinen und du merkst, dass es daran liegt, dass du anfängst zu klettern, weisst du: du hast den Berg erreicht! Der nächste Tag ist heftiger … Du startest früh am Morgen, gegen sieben Uhr, nachdem du deinen Instantkaffee getrunken und vielleicht die Buschtoilette aufgesucht hast. Zusammen mit einem Führer gehst du hinaus und beobachtest, wie sich die Landschaften um dich herum verändern. Beim Anblick der außergewöhnlichen Aussicht auf moosbewachsene Märchenbäume, die in geheimnisvollen Nebel gehüllt sind, schweifst du mit deinen Gedanken ab und siehst dich selbst wie Tarzan durch den Dschungel schwingen. Du wirst insgesamt etwa sieben bis acht Stunden unterwegs sein, davon vier Stunden bergauf und etwa drei Stunden bergab.

Gipfel in Sicht!

Nach einem mehrstündigen Aufstieg, einer Nacht im Zelt auf dem Berg und gelegentlichen “Fotopausen” dazwischen trittst du aus dem Wald heraus. Du denkst vielleicht, dass du bereits angekommen bist, aber du musst noch ein wenig kraxeln, bevor du den felsigen Gipfel erreichst. Dort angekommen, ist die Aussicht unglaublich schön. An einem klaren Tag kannst du die großen Brüder Kilimandscharo und Mount Meru sehen. Nimm dir ganz ungeniert Zeit für Selfies, schließlich gibt es keine anderen Touristen!

Camping in der Wildernis

Campingausrüstung, Lebensmittel und Wasser für den nächsten Tag werden von den Masai-Kriegern, die aus dieser Gegend stammen, zu deinem Zeltplatz gebracht. Den Rest trägst du selbst in einem kleinen Rucksack. Der Campingplatz ist einfach, aber dafür bekommst du ein reines, unverfälschtes Erlebnis abseits der ausgetretenen Pfade!

Bist du neugierig und möchtest mehr erfahren? Lies dann hier mehr über den Berg Longido!

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